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Unsere Jungs & Mädels
Nur eine kleine Vorstellung unserer Ouessant und Zwergschafe
Rasse & Wissenswertes

Rasse -Merkmale
Das Ouessantschaf ist klein und rechteckig gebaut. Erwachsene Widder wiegen ± 20 kg. und darf eine maximale Höhe von 49 cm haben.
Die Widder haben beeindruckende Hörner. Erwachsene Mutterschafe wiegen ± 15 kg. und darf eine maximale Höhe von 46 cm haben.
Ursprünglich kommen bei den Ouessant-Schafen drei Farben vor: Schwarz, Weiß und Braun, wobei die schwarze Farbe am häufigsten vorkommt.
Die Wolle ist lang mit einer sehr dichten Unterwolle, die Schutz vor dem rauen Seeklima der Herkunftsinsel bietet. Das Gewicht der Mäntel variiert zwischen 1 und 1,8 kg, was 10% des Lebendgewichts entspricht. Das Ouessant-Schaf hat somit einen sehr hohen Wollertrag pro Kilogramm Lebendgewicht, die höchste der französischen Schafrassen.
Die Brunftzeit ist von Oktober bis Januar kurz. Einjährige Mutterschafe gebären normalerweise im selben Jahr. Die Mutterschafe bringen 1 Lamm zur Welt, ausnahmsweise werden Zwillinge geboren. Geburtsprobleme sind selten und die Lämmer sind sehr wichtig.
Die Mutterschafe haben sehr gute mütterliche Eigenschaften.
Ouessant Schafe sind sehr streng, haben eine große Resistenz gegen Krankheiten und stellen keine hohen Anforderungen an Ernährung und Pflege.

Wissenswertes
Herkunft der kleinsten Schafrasse der Welt


Das Ouessant-Schaf ist die kleinste oder eine der kleinsten Schafrassen der Welt.
Das Ouessantschaf kommt ursprünglich aus Frankreich, genauer gesagt von der Insel Ile d'Ouessant, die an der Atlantikküste vor der Bretagne liegt. Dort ist durch die natürliche Selektion bei rauhem Klima eine sehr kleine und widerstandsfähige Rasse entstanden, die nicht sehr anspruchsvoll ist. Manche Quellen geben auch an, dass die Selektion zu immer kleineren Tieren dadurch erfolgte, da die größeren Tiere geschlachtet wurden.
Zwischen 1930 und 1940 verschwand das Ouessantschaf völlig von der Ile d'Ouessant und der Erhalt der Rasse ist einigen privaten Züchtern auf dem Festland und der G.E.M.O. (Groupement des Eleveurs de Moutons d'Ouessant) zu verdanken.
Das erste Mal schriftlich erwähnt wird diese Rasse im Jahre 1754. Im Jahre 1852 gab es noch ca. 6000 Schafe auf der 1562 Hektar großen Insel. Bereits 1977, ein Jahr nach der Gründung der G.E.M.O., zählte man nur noch knapp 500 Tiere der Rasse in ganz Frankreich.
Die größte Population an Ouessantschafen gibt es in den Niederlanden und Frankreich. In Belgien, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz gibt es kleinere Züchtervereinigungen. Einzelzuchten und Hobbyhalter gibt es inzwischen in Italien, Österreich, Tschechien, Lettland, Estland, Dänemark, Norwegen und anderen Ländern Europas
In der Bretagne gab es ursprünglich eine alte Schafsart mit drei Varianten, nämlich die bretonischen Landesschafe, die Race des Deux und die Ouessant-Schafe. Das Ouessant-Schaf ist ein typisches Beispiel für "Inselzwergwuchs", ein Phänomen, das in Tierpopulationen auftritt, die über Generationen auf einer Insel oder einem stark umschlossenen Gebiet unter sehr spärlichen Bedingungen lebten.
Bis zum Beginn des 20 Jahrhunderts blieben die ursprünglichen Ouessant-Schafe auf der Insel. In den Jahren 1904 bis 1910 wurden weiße Arree- oder Breton Landes-Schafe gekreuzt, um die nachgefragte weiße Wolle und ein größeres Schaf zu erhalten. Nach etwa 1920 verschwanden die ursprünglichen reinen Ouessant-Schafe von der Insel. Ein griechisches Schiff, das 1936 vor der Insel Schiffbruch erlitt, transportierte Schafe, die sich zu dieser Zeit mit ursprünglichen Herden auf der Insel vermischt haben sollen.
Das ursprüngliche Ouessant-Schaf wäre ausgestorben, wenn eine Reihe von Privatpersonen auf dem Festland, darunter die Herren des Schlosses aus den Departements Morbihan, Loire Atlantique und Vendeé, die Rasse nicht vor dem völligen Verschwinden bewahrt hätten.

Einsatzgebiete der Ouessants

Seit einigen Jahren hat sich diese alte Landschafrasse als anerkanntes Nutztier etabliert, was vor allem auf die geringe Größe und die Genügsamkeit dieser Tiere zurückzuführen ist.
Besonders in der biologischen Landwirtschaft erfreuen sich die kleinen Schäfchen als ökologische Rasenmäher immer größerer Beliebtheit. Die Schafe helfen nicht nur das Gras kurz zu halten, sondern liefern gleichzeitig auch hochwertigen Dünger und schließen somit einen ökologischen Kreislauf ohne viel Zutun des Menschen.
Ouessantschafe ermöglichen somit die ökologische Bewirtschaftung von Weideflächen, durch den verminderten Einsatz von Pestiziden und die Reduzierung der Spesen für die Wartung landwirtschaftlicher Maschinen und für Arbeitskräfte.
Beweidung schwer zugänglicher Hanglagen
Diese Rasse eignet sich besonders für die Beweidung schwer zugänglicher Hanglagen, die ansonsten aufwändig mit der Hand oder unter großer Gefahr gemäht werden müssten. Die kleinen Schafe sind sehr trittsicher und geübte Kletterer. Dank ihres geringen Körpergewichtes (Auen bis zu 16kg, Böcke bis zu 21kg) verursachen sie auch auf schwierigen Geländen keine Trittschäden und schonen somit den Boden und den Bewuchs. Ein weiterer Pluspunkt dieser Rasse ist, dass sie sehr genügsam sind und somit auch karge Weiden nicht von ihnen verschmäht werden.
Beweidung von Streuobstwiesen und Pferdeweiden
Wir züchten unsere Ouessantschafe vorrangig für die Beweidung unserer Landschaftspflege. Wir haben in den letzten Jahren nur gute Erfahrungen mit dem Einsatz der Schäfchen als ökologische Rasenmäher gemacht.
Da sie ihre Arbeit sehr gewissenhaft ausführen, macht sich dies durch eine beträchtliche Arbeitserleichterung bemerkbar. Rasenmähen, bzw. Wiesen abmähen fällt gänzlich flach.
Der große Vorteil der Haltung von Ouessantschafen für die Beweidung von Arealen auf denen Bäume wachsen, ist natürlich vorrangig der Fakt, dass die Schafe die Rinde weder anknabbern, noch abschälen. Allerdings jüngere Bäumchen müssen durch ein Drahtgeflecht gegen Verbiss geschützt werden.
Bei dieser Bearbeitung mäht sich die Wiese fast wie von selbst. Brennnesseln lassen wir bewusst für Schmetterlinge, Raupen etc. stehen. Im Herbst wenn das Gras knapper wird, werden auch die letzten Brennnesseln verputzt.
Wichtig bei dieser Art der Weidehaltung ist, dass das Areal in mindesten drei Abschnitte abgetrennt ist, damit die Schafe nicht immer auf der gleichen Fläche stehen. Wenn man die Tiere dann im Abstand von einigen Wochen immer auf die nächste Fläche umweidet, schützt man die Ouessants nicht nur besser vor Wurmbefall, sondern ermöglicht den abgeweideten Flächen auch einen erholenden Regenerationszeitraum, in dem die Gräser und Kräuter ungestört wachsen können.
Beweidung von Weinbergen
Ouessantschafe sind vor allem deshalb so geeignet, weil sie sich aufgrund ihrer geringen Körpergröße (weniger als 46cm Auen, weniger als 49cm Böcke) gut zwischen die Reihen der Reben bewegen können.
Die meisten Winzer setzen die kleinen Rasenmäher nur in den Wintermonaten ein, da die Erfahrung gemacht wurde, dass die Ouessantschafe im Frühjahr, wenn das junge Gras noch spärlich wächst und die jungen Blätter und neuen Blüten der Rebstöcke locken, diese auch sehr gerne anknabbern.
Deshalb bleiben die Schafe meist ab dem Ende der Ernte, bis Anfang April im Weinberg, dann werden sie um geweidet. Während des Winters haben sie, wie gewünscht, in ausgezeichneter Weise zwischen den Reben geweidet. Die hohen Gräser und unerwünschten Kräuter wurden kurz gefressen. Letztere z.T. auch vollständig zurückgedrängt. Schließlich begünstigt die Beweidung auch, dass die anschließende Bearbeitung der Parzelle einfacher ist.







Haltung der Ouessants
Der Futterbedarf für diese Schafrasse ist sehr gering. Man rechnet ca. 300qm bis 400qm pro Tier an Weideland. Es eignen sich bereits relativ kleine Wiesen zur Haltung dieser Rasse. Zu beachten ist unbedingt, das Schafe Herdentiere sind und von daher mindestens 3 besser 4 Tiere gehalten werden sollten.
Neben einem kleinen Unterstand der dreiseitig geschlossen sein sollte, ist regelmäßig frisches Wasser, ein Mineral- oder Salzleckstein, sowie immer Heu zur Deckung des Raufutterbedarfs zur freien Verfügung erforderlich.
Während des Sommers ist Zufüttern nicht notwendig, sofern genug Weideland zur Verfügung steht. Im Winter können trockenes Brot (wenig, wenn überhaupt nur als Leckerli), Zuckerrübenschnitzel, Pellets, Kartoffelschalen, Maiskolben, Karotten, Futter-Hafer, Weizenkleie etc. zugefüttert werden.
Die meisten Schafzüchter sind anfangs sehr unsicher in Bezug auf die Pflege der Tiere und insbesondere in Bezug auf mögliche Krankheiten und Geburtsprobleme. Glücklicherweise sind Ouessanten nicht sehr anfällig für Krankheiten und die Geburt verläuft normalerweise ohne menschliches Eingreifen.Während der Tragezeit der Tiere kann man regelmäßig ein wenig Kraftfutter (z. B. Futter-Hafer), aber max. 20g pro Tier pro Tag, zufüttern, dann klappt´s besser mit der Geburt des Nachwuchses.
Dennoch ist es wichtig, etwas Wissen über Krankheiten und alles andere zu erlangen, was schief gehen kann.
Scheren
Die beste Zeit ist Mitte Juli: Wenn Sie sich vorher scheren, ist dies eine abscheuliche Aufgabe, da das Fell immer noch sehr festsitzt und das Fett im Fell aufgrund der Kälte immer noch sehr steif ist. Überlegungen zum früheren Scheren eines Schafs können die Wetterbedingungen, aber auch das extreme Abblättern des Fells. Warten Sie, bis das neue Fell unter dem alten wächst. Sie können sich dann sozusagen zwischen dem alten und dem neuen Fell scherenn. Sie können auch warten, bis etwas Wolle von selbst abfällt - zuerst sichtbar um den Hals.
Sie müssen das Tier nicht bemitleiden, wenn es sehr heiß ist: Sein Fell isoliert sehr gut gegen die Hitze. Stellen Sie sicher, dass die Schafe genug trinken und sich im Schatten abkühlen können. Insbesondere nach dem Scheren müssen sie im Schatten liegen können, um Hautverbrennungen zu vermeiden.
Ratgeber: Scheren Sie ein Schaf, wenn die Wolle trocken ist. Sie bleiben sauberer und trockener + die Wolle klebt nicht so und ist leichter zu lagern.














